Button

This appeal is no longer active. If you are interested in alternative ways towards a brighter future for Europe, visit the website of the European Democracy Lab, a young, cross-generational, inter-disciplinary think tank working on new ideas for the future of European politics, its economy, and our shared society.

Also check out the website of the European Way, an open and independent network of volunteers pursuing democracy, freedom, and solidarity.

Hello there!

European politics is boring? Let us change it! Let us kick off a new debate about Europe, it is needed! The time is now. The challenges of the 21st century cannot be solved by concurring national states but by the strength of the whole European people in an united Europe. We pledge for a new thinking in politics instead of trying old measures that did already not work a hundred years ago.

Let us make use of the knowledge and the wisdom we have to find solutions for the people instead of losing energy by blaming each other. Join the debate and sign this letter to set the ball rolling and show you sympathise with (some) of the ideas expressed here!

The more we are, the louder we get and the more brainpower we have!

And for those of you willing to digg even a little deeper:
Share your thoughts and join the debate on publixphere!

Europa: Eine neue Version ist verfügbar

Wir sind wütend. Europa bricht vor unseren Augen auseinander. Ewig gestrige PolitikerInnen opfern Grundsätze wie Gleichheit und Würde auf dem Altar des einfachen Populismus. Dabei benötigt Europa dringend radikale Veränderungen in vielen Bereichen, wie in der Sozial-, Finanz- und Klimapolitik. Aber anstatt Mut zu zeigen, werden anerkannte Lösungen durch Angst und Misstrauen ersetzt. Vorangegangene Generationen haben ein kriegszerstörtes Europa geerbt. Sie haben uns Institutionen zur Einigung und Friedenssicherung hinterlassen. Aber wie können sie uns weissmachen, dass Europa für Frieden steht, wenn in der Ukraine Krieg tobt und Tausende im Mittelmeer sterben; dass Europa für Wohlstand sorgt angesichts Millionen Arbeitsloser; dass Europa für Einheit steht, wenn Südeuropa zum Sündenbock von Problemen gemacht wird, die grundsätzlich systemischer Natur sind?
Wir wollen das europäische Projekt auf die nächste Ebene bringen: eine neue Version ist verfügbar.

Nicht in unserem Namen

Deutschlands anhaltendes Beharren auf Austeritätspolitik als einziger Weg aus Europas Krise, zerstört was uns zusammenhält. Diese Politik spielt europäische Staaten gegeneinander aus, befördert Rivalitäten, wo Solidarität gebraucht wird und etabliert Hierarchien zwischen den Nationen. Das große europäische Projekt, einmal ein positives Beispiel für freiwillige und sinnvolle Kooperation, entwickelt sich zu einer Schuldner- Gläubiger Beziehung. Wir stellen uns gegen diese herablassende und destruktive Politik, sie wird nicht in unserem Namen gemacht.

Wenn Zehntausende in ganz Europa auf die Straße gehen und gegen Institutionen, die als „Troika“ bekannt wurden, demonstrieren, dann macht das deutlich, dass etwas in Europa fundametal schief läuft. Der Zuwachs zu populistischen Parteien, von Frankreich über die Niederlande, von Deutschland bis nach Ungarn, sind Beweis für bereits entstandenen Schaden. Angst und Entfremdung treiben Menschen in die Hände von Front National, Pegida und ähnlichen Bewegungen. Aber anstatt ihre Verantwortung für politische Willensbildung und das europäische Projekt wahrzunehmen, laufen viele Politiker Stimmen am rechten Rand nach.

Wer wir sind

Wir sind deine FreundInnen, NachbarInnen, Geschwister, die PassantInnen auf der Straße. Wir sind Tausende, die hoffen Millionen von Europäern zu werden, die überzeugt sind, dass Erfolg Mut verlangt. Einige unter uns haben in anderen Ländern gelebt, sprechen verschiedene Sprachen, wir haben uns in Menschen aus anderen Ländern verliebt und viele wissen kaum noch, wie sich inneuropäische Grenzkontrollen anfühlen. Europa ist unser Zuhause. Vielleicht haben wir es bisher als Selbstverständlichkeit betrachtet. Doch das ist vorbei. Für uns ist es klar, dass es an der Zeit ist, Souveränität und Demokratie jenseits des Nationalstaats zu denken. In dieser globalisierten Welt sind wir Teil etwas Größerem als unserer eigenen, miteinander verbundenen Staaten. Eine Rückkehr zu Nationalismus widerspricht dieser Tatsache. Ohne unsere regionalen oder nationalen Identitäten aufgeben zu müssen, sind wir Teil eines Europas.

Was wir wollen

Unser Plan für die Zukunft Europas ist republikanisch. Um politische Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit und die Achtung von Menschenrechten zu erreichen, sind wesentliche Veränderungen hin zu einem demokratischen System, das diesen Namen verdient, notwendig. Unter anderem fordern wir:

  • Eine einheitliche europäische Regierung, die dem Prinzip der Gewaltenteilung unterworfen und durch transnationale Wahlen gewählt ist.
  • Ein transnationales Sozialhilfesystem, das eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung einschließt. Dies sollte unabhänig davon sein, ob wir heute in Frankreich oder Polen arbeiten und morgen in Spanien und unser Ehepartner einer anderen Nationalität hat.

Es ist an der Zeit, mutig zu sein und neue Wege für ein anderes Europa einzuschlagen.

Jonathan Buhl, Daphne Büllesbach, Victoria Kupsch,
Nora Rahtje, Benjamin Zeeb

About

Bild1

Jonathan Buhl

works as a consultant for scenario based strategy development for European School of Governance in Berlin. Working in Algeria for 4 years strengthened his idea of the urgent need of Europe as a true political union. He studied Politics, Philosophy and Journalism in Germany and France.

Bild1

Daphne Büllesbach

is a Co-Director of European Alternatives and founder of the Berlin office. European Alternatives is a Europe-wide civil society organization devoted to exploring and developing the potential for transnational politics and culture. She is particularly interested in the 'beyond' of the slogan: democracy, equality and culture beyond the nation state.

Bild1

Victoria Kupsch

is Co-Founder and Programme Officer of the European Democracy Lab- a young think tank in Berlin, working on a new vision for European politics. Victoria previously worked for the European think tank ESI (European Stability Initiative) in Istanbul and Berlin. She holds degrees in Communication Science, Politics, and International Relations from the University of Erfurt (Germany) and Bogazici University (Turkey) as well as an MSc. in Democracy and Comparative Politics from University College London (UK)

Bild1

Nora Rathje

is working for European Alternatives as Junior Project Manager. Currently she is involved in several projects, the biggest one focuses on protecting and promoting citizen rights. Previously, she lived in the Philippines where she worked for the German Development Agency. She finished her MSc in Global Governance and Ethics from the University College London.

Bild1

Benjamin Zeeb

serves as CEO of the Project for Democratic Union (PDU). In 2008 he witnessed the early stages of the ongoing European Crisis as history student in Madrid. He has since graduated and worked as a journalist. Convinced that full federal Union is the only solution to Europe’s problems, he co-founded PDU in 2013.

Signatories

Gesine Schwan

Political Scientist

Robert Menasse

Writer, Author of "Der Europäische Landbote"

Ulrike Guérot

Political Scientist

Thomas Piketty

Economist, Author of "Capital"

Brendan Simms

Historian

Andre Wilkens

Author of "Analog ist das neue Bio"

Linn Selle

Awarded "Women of Europe" Prize 2014

Cherian Grundmann

Co-Founder 'OneEurope'

Michael Thoss

Executive Member Allianz Foundation

Vincent Immanuel Herr

Journalist

Sigrid Gareis

Secretary General Academy of Arts

Nina Jurisch

Co-Initiator "Dispute over Europe"

Mary Kaldor

Professor for Global Governance, London School of Economics

Philipp Sälhoff

Project Manager, Progressives Zentrum

Ernst Ulrich von Weizsäcker

Club of Rome, ehm. Mitglied des Bundestages

Hauke Brunkhorst

Professor for Political Sociology

Pietro de Matteis

President of the European Federalist Party

Stefan Collignon

Professor for Political Economy